Bis zum Jahr 2030 wird es möglich sein, den Strombedarf durch regenerative Enrgien zu decken.

Einen interessanten Artikel zu regenerativen Energien las ich in der Welt vom 13.11.2006. Der Energieexperte Jürgen Schmid von der Uni Kassel prophezeit dort, daß der Strombedarf bis zum Jahr 2030 vollständig durch regenerative Energien gedeckt werden wird. Der vollständige Artikel im Wortlaut:

“ Regenerative Energien Experte: Strombedarf bis 2030 durch Windkraft  und Biomasse gedeckt

     In knapp 25 Jahren wird der Strom von riesigen Windparks vor den   Küsten kommen, prophezeit Energieexperte Jürgen Schmid von der Uni   Kassel. Zudem werde sich der Tarif im Minutentakt dem Stromverbrauch  anpassen.

     Kassel –

 Die völlige Deckung des deutschen Strombedarfs aus regenerativen  Energiequellen ist nach Ansicht des Kasseler Wissenschaftlers Jürgen Schmid bis zum Jahr 2030 möglich. „Wenn das Wachstum bei den neuen Energien so wie in den vergangenen 15 Jahren anhält, ist dieses ehrgeizige Ziel dank Windenergie und Biomasse absolut realistisch“,  sagte der Leiter des Kasseler Instituts für solare  Energieversorgungstechnik ISET. „Und eine Verlangsamung des Wachstums ist derzeit nicht erkennbar.“

 Die europäische Energieversorgung wird sich in nächster Zukunft nach Schmids Prognose vor allem auf die Windkraft stützen. „In 20 Jahren wird Strom vor allem aus großen Windparks vor den Küsten kommen. Die Anlagen werden in windsicheren Gebieten vor Skandinavien und England stehen“, sagte Schmid. Wahrscheinlich seien auch große europäische  Windparks vor Nordafrika. „Dazu brauchen wir Starkstromleitungen, die  es heute noch nicht gibt. Kabel mit einer Leistung von zehn Gigawatt werden aber bald marktreif sein.“

Markt kommt ohne Subventionen aus

Nach Schmids Worten wird eine politische Unterstützung der
regenerativen Energien nicht notwendig sein. „Der Markt wird das ganz allein machen. Die Produktion einer Kilowattstunde kostet heute etwa  fünf Cent. Während aber bei konventionellen Quellen der Preis  erheblich steigen wird, wird er bei den erneuerbaren Dank neuer Technik erheblich sinken auf höchstens drei Cent.“ Selbst wenn man bei nordafrikanischen Windparks Verlust und Transportkosten  berücksichtige, bleibe es rentabel. „Wir haben eine Modellrechnung Nordafrika-Kassel gemacht. Nach heutigem Geldwert wären es weniger als zwei Cent.“

 Notwendig ist nach Schmids Worten ein europäisches Stromnetz.

„Wir brauchen zum Beispiel die skandinavischen Pumpspeicherwerke, um die anfallenden Energien besser steuern zu können.“ Pumpspeicherwerke befördern Wasser in stromreichen Zeiten, zum Beispiel nachts, in ein  oberes Becken und lassen das Wasser in Spitzenzeiten wieder durch dieTurbinen ablaufen. „Künftig werden wir Europäer erheblich mehr darauf  achten, wann wir Strom verbrauchen. Der Tarif wird sich denSpitzenzeiten anpassen und fast minütlich ändern.“ Nur zwei Drittel allen Stroms müsse zu festen Zeiten verbraucht werden, der Rest sei steuerbar. „In 20 Jahren wird jede Waschmaschine eine Automatik haben, die das Gerät erst zu günstigen Zeiten einschaltet“, sagte Schmid.

     WELT.de/dpa

     Artikel erschienen am 13.11.2006

http://www.welt.de/data/2006/11/13/1109562.html
 

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