Energie: Anfang 2007 sinken Gaspreise in Deutschland

Laut der Tageszeitung „Die Welt “ sollen Anfang 2007 zunächst die Preise für Erdgas sinken. Grund sei die Ölpreisbindung. Nachfolgend der vollständige Artikel:

 „Der deutsche Gasimporteur E.on Ruhrgas hält eine Preiserhöhung durch
     den russischen Gazprom-Konzern derzeit für wenig wahrscheinlich. „Wir
     haben mit Gazprom langfristige Gasbezugsverträge, in denen der Preis
     an Wettbewerbsenergien gebunden ist. Damit folgen auch die
     Importpreise für russisches Gas der Ölpreisentwicklung“, teilte das
     Unternehmen am Montag mit. Der Ölpreis war in den vergangenen Wochen
     deutlich gesunken. Anfragen von Gazprom in Hinblick auf weitere
     Preiserhöhungen seien bei Ruhrgas nicht bekannt. Die Herkunft des
     Erdgases in Deutschland – Auf die Grafik klicken, um sie zu vergrößern
     Grafik: WELT.deGazprom strebt nach Informationen aus Konzernkreisen
     eine Preiserhöhung von 15 Prozent für Europa im kommenden Jahr an.
     Ruhrgas werde die Preise für Regionalversorger und Stadtwerke wie
     geplant zum Jahresanfang 2007 senken, hieß es weiter. Hintergrund
     seien die wieder gesunkenen Ölpreise. Gaspreiserhöhungen für
     Weißrussland und Baltikum

     Der russische Energiekonzern Gazprom will die Exportpreise für Erdgas
     im kommenden Jahr kräftig anheben. Geplant sei, den Durchschnittspreis
     von derzeit 257 Dollar auf 293 Dollar (224 Euro) pro tausend
     Kubikmeter Gas anzuheben, berichtete am Montag die russische
     Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ unter Berufung auf den vorläufigen
     Gazprom-Jahresplan für 2007. Das wäre eine Steigerung um 14 Prozent.
     Drastische Erhöhungen sieht der Jahresplan demnach vor allem für
     Russlands engen Verbündeten Weißrussland und die drei Baltenrepubliken
     vor. Die größten deutschen Gasversorger teilten mit, in Deutschland
     werde Gas wegen geltender Langfrist-Verträge nicht teurer. Laut
     „Wedomosti“ soll Weißrussland statt bislang 46 Dollar pro tausend
     Kubikmeter im kommenden Jahr 200 Dollar zahlen. Lettland, Litauen und
     Estland will Gazprom im kommenden Jahr 220 Dollar bis 260 Dollar pro
     tausend Kubikmeter berechnen. Die baltischen Staaten würden ab 2007
     den „europäischen Durchschnittspreis“ zahlen, sagte dazu ein
     Gazprom-Sprecher der Zeitung. Langfristverträge verhindern
     Preissteigerungen in Deutschland

     Deutsche Abnehmer bezahlen derzeit rund 290 Dollar pro tausend
     Kubikmeter Gas an Gazprom. Deutschland bezieht rund ein Drittel seines
     Erdgases von dem russischen Staatskonzern. Eine Sprecherin des größten
     deutschen Gasversorgers E.on Ruhrgas-Sprecherin sagte, der Konzern
     habe mit Gazprom langfristige Lieferverträge, in denen der Preis an
     Wettbewerbsenergien gebunden ist. Damit folgen auch die Importpreise
     für russisches Gas der Ölpreisentwicklung. Die Gaspreise folgen damit
     der jüngsten Ölpreisentwicklung nach unten. Eon Ruhrgas werde wie
     angekündigt die Preise E.on Ruhrgas zum Jahresanfang 2007 die
     Lieferpreise für Regionalversorger und Stadtwerke senken. Eon Ruhrgas
     habe die bestehenden Verträge gerade bis zum Jahr 2035 verlängert und
     neue mit einer Laufzeit bis 2036 geschlossen. Allerdings gebe es in
     regelmäßigen Abständen Preisrevisionen, bei denen erneut über die
     Preisformel der verhandelt werden könne. Ähnlich äußerte sich der
     Gasversorger Wingas, das zur Hälfte zu Gazprom, zur anderen Hälfte zum
     BASF-Konzern gehört. Auch der größte regionale Versorger, die Gasag in
     Berlin rechnet im Frühjahr mit Preissenkungen. In Russland steigt der
     Preis um 15 Prozent

     Auf dem russischen Markt sollen tausend Kubikmeter Gas demnach im
     kommenden Jahr 49 Dollar kosten – eine Steigerung um 15 Prozent
     gegenüber diesem Jahr. Der russische Wirtschaftsminister German Gref
     hatte erst in der vergangenen Woche eine Preissteigerung für Erdgas im
     Inland angekündigt. Der niedrige Preis ist ein wichtiger
     Wettbewerbsvorteil für die russische Industrie. Breite
     Bevölkerungsschichten nutzen Erdgas zum Heizen und günstigen aus Gas
     gewonnenen Strom. Auf der anderen Seite hemmt der niedrige Preis
     Investitionen und die Entwicklung neuer Gasfelder oder alternativer
     Energiequellen.“

     WELT.de/AFP/dpa

     Artikel erschienen am 27.11.2006

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     WELT.de 1995 – 2006

Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2006/11/27/1126797.html

Ich finde die Russen schaffen eine große Unruhe auf dem Markt. Viele Leute fangen nun verstärkt an sich Gedanken über Alternativen zur Gasheizung zu machen.

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