Holz für Pellets wird knapp.

Nun las ich in Bericht des Spiegel in der Ausgabe 50/2006 über die kaum noch zu befriedigende Nachfrage nach Holz in Form von Brennholz und als Holzpellets. In der jüngeren Vergangenheit wurden in Privathaushalten sehr viele Pelletheizungen eingebaut und auch Großkraftwerke verbrennen vermehrt Holz. Auch sind sehr viele Kaminöfen zur Unterstützung der Heizung eingebaut worden.

Bei dem Einkauf von Pellets für unser Musterhaus in Bad Oldesloe habe wir jahrelang ungefähr 180 – 200 €/to gezahlt. Dieses Jahr lag der günstigste Anbieter bei knapp 240 €/to. Dies entspricht den Daten aus einer Preiserhebung des Spiegel.

Experten fürchten bereits Versorgungsengpässe vor allem bei hochwertigen Hölzern. Ursache ist offenbar, das im Rahmen der regelmäßg stattfindenden Bundswaldinventur die nutzbaren Bestände zu positiv bewertet worden sind. Ein beträchtlicher Teil des Holzes steht dem Markt gar nicht zur Verfügung, z.B. Holz aus Naturschutzgebieten, Holz aus kleinteilig parzellierten Privatwäldern oder aus schwer zugänglichen Regionen. Somit sind die nachhaltig nutzbaren Holzvorräte geringer als bislang angenommen. 

Spätestens jetzt verstehe ich nicht mehr, warum man den Einbau von Pelletheizungen so stark forciert und auch sogar finanziell fördert. Auch die potentielle Auswirkung auf die Feinstaubbelastung in den  Städten wird meines Erachtens nach zu wenig in die Betrachtung einbezogen.

Ich meine im Falle des Austauschs einer Ölheizung in einem Altbestandshaus auf dem Lande ist die Pelletsheizung eine gute Alternative, aber nicht in einem modernen Neubau in der Stadt. Hier, meine ich, sollten eher Wärmepumpen Verwendung finden.  

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