Deutschland nutzt 1 Gigawatt Erdwärme

Wie der Bundesverband Geothermie heute mitteilt, hat sich der Erdwärmemarkt in den letzten Jahren gigantisch entwickelt. Heute werden bereits 1 Gigawatt Wärme aus aus geothermischen Resourcen genutzt.

Der GtV-BV geht davon aus, dass im Bereich der oberflächennahen Geothermie derzeit über 100 000 Anlagen installiert sind. Monatlich kommen mindestens 2000 neue dazu. Die Tendenz ist steigend. Fast 80 Megawatt Leistung werden außerdem aus geothermischen Fernwärmenetzen bereitgestellt. Auch hier geht die Tendenz nach oben. In 2007 werden drei neue geothermische Kraftwerke (Bruchsal, Landau/Pfalz und Unterhaching) in Betrieb gehen, bei denen sämtlich auch eine Wärmenutzung vorgesehen ist. Das Geothermische Heizwerk in Erding muss wegen der starken Nachfrage seine Kapazitäten verdoppeln. Im brandenburgischen Neuruppin entsteht im Zusammenhang mit einem Hotel- und Freizeitkomplex eine weitere Anlage. „Steigende Energiepreise und hohe Versorgungssicherheit machen die tiefen Ressourcen immer interessanter,“ freute sich Horst Kreuter, Leiter der Sektion Tiefe Geothermie. „Auch in diesem Bereich werden dringend weitere leistungsfähige Bohrgeräte benötigt. Diese sind aber weltweit stark gefragt. Zum Glück gibt es bei uns innovative Maschinenbauer, die mit zukunftsweisenden Anlagenkonzepten auf den Markt gekommen sind.“

„Geht die Entwicklung so weiter, ist die Geothermie ist auf dem besten Weg, mittelfristig Deutschlands wichtigste Wärmequelle zu werden,“ stellte Präsidentin Probst fest. „Wir arbeiten dran.“

Erdwärmesysteme sind komfortabel, finanziell auch langfristig überschaubar und wartungsarm. „Mit ihnen kann man sich weitgehend und auf Dauer unabhängig von den steigenden Kosten für fossile Energieträger machen,“ betonte Schramedei. In den vergangenen Jahren habe man die Gesamteffizienz der Systeme deutlich verbessern können. Allerdings müssten die Kunden unbedingt darauf achten, dass man die Anlagen von seriösen Unternehmen und entsprechend dem Stand der Technik errichten lasse. „Darauf kann man gar nicht deutlich genug hinweisen. Billig wird da oft schnell teuer.“ Beim GtV-BV ist eine kostenlose Broschüre „Erdwärmesonden – Tipps für Häuslebauer“ erhältlich, in der sich wichtigsten grundlegenden Informationen dazu finden.

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