Neue DIN-Normen für die Wohnraum-Lüftung gelten voraussichtlich ab Anfang 2008

 Wie die Firma Pluggit in Ihrem Blog berichtet werden die neuen DIN-Normen betreffend die Lüftung in Wohnräumen wahrscheinlich Anfang 2008 Gültigkeit erlangen. Im Prinzip bedeutet die Neuregelung der DIN 1946-6, daß für jeden Neubau ein Nutzerunabhängiges Lüftungskonzept erstellt werden muß und im Endergebnis in jedem Neubau eine Lüftungsanlage eingebaut werden wird. Wird das nicht getan, können auf Planer und ausführendes Bauunternehmen erhebliche Haftungsrisiken zukommen.

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5 Antworten zu “Neue DIN-Normen für die Wohnraum-Lüftung gelten voraussichtlich ab Anfang 2008

  1. Achtung, hier wird wieder mal ein Gerücht verbreitet, dass die DIN 1946-6 eine mechanische Wohnungslüftung vorschreibt.
    Dies ist nicht der Fall, auch eine Fensterlüftung ist nach wie vor zulässig. Diese Norm wird auch nicht baurechtlich eingeführt, die Anwendung ist also nicht zwingend vorgeschrieben.
    Aber diese Norm spiegelt den Stand der Technik wieder und die Sache mit den Haftungsrisiken ist durchaus berechtigt. Denn zivilrechtlich kann es im Schadensfall ohne mechanische Lüftung problematisch werden.
    Vielleicht sbllte ich mich dem Thema mal bei http://www.energynet.de annehmen.

  2. Hallo Andreas!
    Sicherlich kann ich ein Lüftungskonzept auch ohne mechanische Lüftungsanlage planen. Und eine baurechtliche Norm gibt es dazu auch nicht. Nur wird die Haftungsproblematik und die Weiterentwicklung der Rechtsprechung sicherlich dazu führen, dass de facto in jeden Neubau eine Lüftungsanlage eingebaut werden wird. Mindestens aber eine Spaltlüftung über die Fenstern. Und wer will die Gewähr übernehmen bei Gebäuden, in denen Baustoffe eingebaut werden, die für Schimmel besonders gefährdet sind, wie Gipsputz und Gipsplatten.

  3. Das ist genau richtig, ich wollte nur dem Gerücht vorbeugen, dass eine mechanische Lüftung gesetzlich vorgeschrieben ist. Dieses Gerücht hatte ich schon häufiger gehört mittlerweile.
    Ansonsten weiter so!

  4. Sie haben vollkommen Recht, dass die Planer und Bauausführende Haftungsrisiken eingehen, wenn sie bei Neubau oder Renovierung auf die kontrollierte Wohnungslüftung verzichten. Man kann zwar noch nicht zuverlässig davon ausgehen, dass die Lüftungsanlagen heute zwingend erforderlich sind, aber den vorgeschriebenen Luftaustausch allein der zusätzlichen Fensterlüftung zu überlassen stellt erhebliche rechtliche Risiken dar. Das hat der Rechtsanwalt Dietmar Lampe in seinem Gutachten detailliert beschrieben (siehe unser Blog – Artikel vom 09. Februar 2007). Wir stimmen dem überein.

    Der Gesetzgeber hat im § 5 der EnEV den zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung notwendigen Mindestluftwechsel vorgeschrieben. Die DIN 1946 – 6 konkretisiert nun diese Verordnung. Ergänzend weisen wir auf den normativen Anhang C der DIN 1946 – 6 (Lüftungskonzept) hin, wo man genau nachlesen kann, unter welchen Bedingungen die lüftungstechnischen Maßnahmen nicht erforderlich, trotzdem aber sinnvoll sind.

    Unserer Meinung nach ist die kontrollierte Wohnungslüftung eine der günstigsten und sinnvollsten Maßnahmen um die Anforderungen der EnEV (rechtlich verbindlich) oder nach KfW 60/40 (Förderung mit günstigen Krediten) einzuhalten. Entscheidend ist der klare Menschenverstand, unabhängig davon ob die DIN 1946 – 6 baurechtlich eingeführt wird. Es muss nicht alles vorgeschrieben werden, was sinnvoll ist.

  5. Pingback: BuS VarioSelf Unternehmens-Blog - » Lüftungsanlagen

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